Besatzungsspuren von der gegenwärtigen Tunesien sind seit 4000 vor Christus bestätigt (Gafsa). Am Beginn der geschichtliche Zeit besetzen Stämme Berber, Nomaden oder Seßhafte, das Territorium.

 

Am Ende des zweiten Jahrtausends treiben die Phönizier Seehandel im Westen und schaffen eine Aufenthaltsreihe an der afrikanische Küste: Ankerplätze, vorläufige Ansiedlungen, dann dauerhafte Einrichtungen: Leptis Magna, Oea Sabrât in Libyen, Tacape, Djerba, Thenae (12 Km von Sfax), Thapsus, Hadrumetum ( Sousse), Karthago, Utica (zu 1 100 v.JC die älteste Gründung), Hippo Diarrhytus (Bizerte) in Tunesien, Hippo Regius, Tipasa in Algerien, Gades (Cadix) in Spanien. Die Küsten von Tunesien sind nach und nach von phönizischer Gründungen gestreut und die punische Aristokratie sichert sich reiche ländliche Gebiete im Nordosten des Landes (Cap Bon). Die Berber des Hinterlandes sind unterworfen und hart behandelt.

Wollen Sie Geschichte hautnah erleben, dann ist Tunesien das ideale Urlaubsland für Sie. Hier finden Sie Kultur auf Schritt und Tritt. Punier, Phönizier, Römer und Araber haben dieses Land geprägt. Die Baudenkmäler aus der römischen Zeit sind überwiegend gut erhalten. Eindrucksvolle, archäologische Stätten wie Dougga oder Sheitla erzählen von der Pracht einer längst vergangenen Zeit. Die antike Stadt Thugga ist die besterhaltene Römerstadt in Afrika. Inmitten einer herrlichen Landschaft, umgeben von Wäldern und Olivenhainen, stehen die Ruinen von weitem sichtbar auf einem Plateau. Die größte und beeindruckendste Mosaiksammlung der Welt ist im "Bardo"-Museum in Tunis zu besichtigen. Eine Viertelstunde von Tunis entfernt stößt man auf einen der geschichtsträchtigsten Schauplätze der Antike, auf Karthago, ehemaliger Handelstützpunkt der Phönizier und Brennpunkt der Punischen Kriege. Jedem Lateinschüler ist noch Catos Forderung im Ohr: "Ceterum censeo Carthaginem esse delendam" (= im übrigen bin ich der Meinung, Karthago müsse zerstört werden) - und so geschah es. Die Reste dieser überaus gründlichen römischen Arbeit sind heute noch zu besichtigen. 150 km südlich von Tunis öffnet sich dem Besucher eine ganz andere Welt. Kairouan, die vierte heilige Stadt des Islam hinter Mekka, Medina und Jerusalem, ist das religiöse Zentrum des Landes. Die größte Moschee Nordafrikas "Djama Sidi Obqa" hat seit 1320 Jahren nichts von ihrer faszinierenden Wirkung eingebüßt. Kairouans Altstadt, die Medina, gilt als die besterhaltenste in ganz Tunesien. Überhaupt sind die Medinas ein Muß für jeden Touristen, hier spüren Sie die Kultur und Tradition Tunesiens und auf den Basaren finden Sie noch original tunesische Kostbarkeiten
Tunis - alte Welt ganz neu
Geschützt von einem See, an dessen Ufer Flamingos verweilen und an die Hügel geschmiegt bietet Tunis seinen Besuchern Gastfreundschaft, Lächeln und gute Laune. Tunis ist die Metropole mit Kontrasten, von der Medina bis hin zur heutigen Hauptstadt, alles zeigt das Streben nach Moderne ohne die Vergangenheit zu leugnen. Tunis hat circa 1,5 Millionen Einwohner und ist heute Dreh- und Angelpunkt des politischen Geschehens. Die Stadt besitzt eine ganze Reihe bedeutender Sehenswürdigkeiten, die in ihrer Gesamtheit den langen historischen Werdegang der Hauptstadt widerspiegeln. 1997 zeichnete die UNESCO Tunis zur "Capitale culturelle" aus. Um sich einen guten Überblick zu verschaffen, sollten Sie mindestens 2 Tage zum Besuch einplanen. In unmittelbarer Umgebung des Stadtzentrums findet der Besucher Museen, Galerien und Ausstellungshallen, die an die vielen kulturellen Veranstaltungen in Tunis erinnern. In dem alten Palast der Beys aus dem 19. Jahrhundert beherbergt das Nationalmuseum von Bardo die weltberühmte Sammlung von Mosaiken. Die Altstadt, Medina, wird Sie fesseln und tausend Farben werden Sie berauschen. Überschreiten Sie die Schwelle einer der herrlichen mit Nägeln verzierten Türflügel, um die Gemächer zu sehen, in denen früher Frauen und Männer gelebt haben: Dar Ben Abdallah zeigt eine Sammlung von altertümlichen Haushaltsgegenständen, antiken Gewändern und Möbeln..Ein Bummel durch die Souks (Basare) darf auf keinen Fall fehlen. Jedes Gewerbe und Handwerk hat hier seinen eigenen kleinen Bezirk. Die kleinen Läden rufen Erinnerüngen an Ali Baba wach und die lebhaften Feilscher konkurrieren mit dem Lärm auf der Straße. Aber Tunis bietet sich durch seine Lage auch als Ausgangspunkt für viele Ausflüge an.